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Unterberger und IPE steigen bei PVO ein

vor 10 Minuten
5 Min. Lesezeit

v.l. Ingram Eusch, Florian Unterberger und Stefan Ortner


Die PVO GmbH mit Sitz in Hall in Tirol stellt fünf Jahre nach ihrer Gründung die Weichen für weiteres Wachstum. Mit der Unterberger Gruppe und IPE Energietechnik rund um den erfahrenen Photovoltaikunternehmer Ingram Eusch steigen zwei neue strategische Partner beim Tiroler Energiespezialisten ein.


Gemeinsam mit der Ortner Energy Group rund um Firmengründer Stefan Ortner halten die drei Gesellschafter künftig jeweils ein Drittel der Unternehmensanteile. Gleichzeitig verstärkt Eusch die Geschäftsführung. Mit der neuen Eigentümerstruktur will PVO seinen Wachstumskurs beschleunigen und insbesondere das Geschäft mit groß dimensionierten Batteriespeichern ausbauen. Für 2027 sind bereits Speicherprojekte mit insgesamt 80 Megawattstunden (MWh) beauftragt, weitere Projekte mit über 90 MWh befinden sich in Verhandlung. Der Jahresumsatz soll 2027 auf rund elf Millionen Euro steigen.

Für die Unterberger Gruppe ist der Einstieg bei PVO ein weiterer Schritt ihrer Strategie, gemeinsam mit spezialisierten Partnern neue Geschäftsfelder zu erschließen und zusätzliche Leistungen für ihre Kunden anzubieten. Vergleichbare Kooperationen bestehen bereits im Versicherungsbereich mit Oberhauser & Co. sowie in der Immobilienverwaltung mit ImmoTop. „Wir setzen bei strategischen Themen bewusst auf Partner, die über das entsprechende Fachwissen verfügen. Damit können wir uns auf unsere Kerngeschäfte konzentrieren und gleichzeitig unser Leistungsangebot erweitern“, erklärt Florian Unterberger. „Mit PVO gehen wir diesen Weg nun auch im Energiebereich. Elektromobilität bedeutet heute längst mehr als nur den Verkauf eines Elektroautos. Unsere Kunden beschäftigen sich zunehmend damit, wie sie ihre Fahrzeuge laden, selbst Strom erzeugen und diesen speichern können. Gemeinsam mit PVO möchten wir dafür ganzheitliche Lösungen anbieten.“ Die Zusammenarbeit bietet auch innerhalb der Unterberger Gruppe erhebliches Potenzial. Mit dem Ausbau der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur steigt der Strombedarf an den Unternehmensstandorten. Gleichzeitig verfügt die Gruppe mit ihren Autohäusern, Immobilien und Immobilienbeteiligungen über zahlreiche Dachflächen in Österreich, die für die Nutzung von Photovoltaik infrage kommen. „Die Partnerschaft verbindet damit zwei Perspektiven: Wir können unsere eigene Energieversorgung gezielt weiterentwickeln und unseren Kunden zugleich zusätzliche Leistungen anbieten – vom Elektroauto über die passende Ladelösung bis hin zu Photovoltaik und Batteriespeicher“, betont Unterberger. Die beiden Unternehmen verbindet bereits eine langjährige Zusammenarbeit. PVO hat für die Unterberger Gruppe unter anderem Photovoltaikanlagen an den Standorten Rosenheim, Freistadt und Innsbruck umgesetzt. Mit der Beteiligung wird diese Partnerschaft nun langfristig vertieft.


Photovoltaikpionier Ingram Eusch verstärkt die Geschäftsführung


Mit Ingram Eusch gewinnt PVO einen ausgewiesenen Branchenexperten, der die Entwicklung der österreichischen Photovoltaikwirtschaft seit mehr als zwei Jahrzehnten mitgestaltet. Ab 2006 war Eusch am Aufbau der Produktionsstätte für KIOTO-Photovoltaikmodule beteiligt. In den folgenden Jahren erschloss er mit dem Bau von Photovoltaikkraftwerken in Spanien, Italien und Südosteuropa internationale Märkte. Seit 2009 engagiert er sich im Vorstand von Photovoltaic Austria. Sein Unternehmen IPE entwickelt, realisiert und betreibt Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekte und beschäftigt sich darüber hinaus mit Projektfinanzierung, Energiemanagement sowie der Vermarktung von Strom. „Die Welt wird elektrisch! Wir befinden uns mitten in einer grundlegenden Transformation unseres Energiesystems. Die Umstellung auf nachhaltige Energieversorgung erfordert noch große Anstrengungen, eröffnet aber gleichzeitig enorme Chancen“, erklärt Eusch. „Mit Photovoltaik, Batteriespeichern und intelligentem Energiemanagement wollen wir diese Entwicklung aktiv mitgestalten.“ Eusch übernimmt gemeinsam mit Firmengründer Stefan Ortner die operative Geschäftsführung. Während Ortner weiterhin Vertrieb, Innovation und Wachstum verantwortet, konzentriert sich Eusch auf Technik und Projektabwicklung. Die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens gestalten beide gemeinsam.


Vom Photovoltaikunternehmen zum Spezialisten für intelligente Energiesysteme


Seit seiner Gründung im Jahr 2021 hat sich PVO von einem Photovoltaikanbieter zu einem hoch spezialisierten Unternehmen für gewerbliche und industrielle Energieprojekte entwickelt. Mehr als 200 Projekte wurden bisher umgesetzt. Zu den Kunden zählen unter anderem die ÖBB, Gebrüder Weiss, die Österreichische Post AG, ASFINAG und TIWAG. Zu den Referenzen gehören die Photovoltaikanlage auf dem Tivoli Stadion in Innsbruck mit rund 1,2 Megawattpeak (MWp) Leistung, eine PV-Freiflächenanlage in Jenbach mit rund 1,7 MWp sowie die umfassende thermische Fassadensanierung einschließlich einer Photovoltaikanlage am WIFI Campus C in Innsbruck. Hinzu kommen mehrere gewerbliche Batteriespeicherprojekte mit Speicherkapazitäten von jeweils mehreren Megawattstunden. PVO beschäftigt heute mehr als zehn Mitarbeitende in Planung, Bau- und Projektleitung sowie Verwaltung. Für die Umsetzung auf den Baustellen sind im Durchschnitt rund zwölf Monteure im Einsatz. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Entwicklung wider: Das Unternehmen wird dieses Jahr einen Jahresumsatz von mehr als sechs Millionen Euro erreichen. „Wir haben PVO in den vergangenen fünf Jahren zu einem Spezialisten für anspruchsvolle Energieprojekte entwickelt. Mit den neuen Gesellschaftern bündeln wir unternehmerische Stärke, jahrzehntelange Erfahrung in der Energiewirtschaft und unsere Kompetenz in der Projektumsetzung. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für den nächsten Wachstumsschritt“, erklärt Stefan Ortner.


Batteriespeicher als nächster Wachstumstreiber


Besonders große Chancen sieht PVO im stark wachsenden Markt für Batteriespeicher. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt der Bedarf, Strom zeitlich flexibel verfügbar zu machen. Für Unternehmen bieten Speicher die Möglichkeit, mehr selbst erzeugten Solarstrom zu nutzen, Lastspitzen zu reduzieren und Strom gezielt zu günstigen Zeiten einzukaufen oder bei höheren Marktpreisen zu vermarkten. Für 2027 hat PVO bereits Batteriespeicherprojekte mit insgesamt 80 MWh Speicherkapazität in den Auftragsbüchern. Weitere Projekte mit zusammen mehr als 90 MWh befinden sich in Verhandlung. Das gesamte beauftragte und aktuell verhandelte Projektvolumen umfasst damit über 170 MWh. Ein wesentliches Vorhaben ist eine Eigenentwicklung in Tirol mit einer Speicherkapazität von 40 MWh. Weitere Projekte sind an unterschiedlichen Standorten in ganz Österreich vorgesehen. „Großbatteriespeicher werden in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle in unserem Energiesystem spielen. Entscheidend sind dabei nicht nur die Speicher selbst, sondern auch geeignete Netzanschlüsse, wirtschaftlich tragfähige Betriebskonzepte und eine intelligente Steuerung. Genau hier liegt unsere Kompetenz“, betont Ortner.


Umsatz soll 2027 auf elf Millionen Euro steigen


Mit dem Ausbau des Speichersegments und der Entwicklung vernetzter Energiesysteme will PVO seinen Wachstumskurs fortsetzen. Für 2027 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund elf Millionen Euro. Die Kapazitäten sollen entsprechend der wachsenden Projektpipeline gezielt ausgebaut werden. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf Energieprojekten für Unternehmen, Industrie und Infrastruktur. Neben dem Heimmarkt Tirol ist PVO bereits österreichweit sowie in Süddeutschland tätig. Unter dem Leitgedanken „Energie intelligent vernetzt“ verfolgt das Unternehmen das Ziel, Photovoltaik, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement zu wirtschaftlich und technisch abgestimmten Gesamtsystemen zu verbinden.


Neue Eigentümerstruktur für langfristiges Wachstum


Mit dem Einstieg der Unterberger Gruppe und von IPE verändert sich auch die Eigentümerstruktur von PVO. Bisher gehörte das Unternehmen zu jeweils 50 Prozent der PVI GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Kelag, und der Ortner Energy Group GmbH. Die PVI GmbH scheidet vollständig aus. Die neuen Gesellschafter übernehmen bestehende Geschäftsanteile, sodass die Unterberger Gruppe, IPE und die Ortner Energy Group künftig jeweils ein Drittel an PVO halten. Gemeinsames Ziel der drei Partner ist es, PVO bis 2030 als führenden Ansprechpartner für anspruchsvolle und wirtschaftliche Energiesysteme weiter zu etablieren. Neben dem Ausbau des Projektgeschäfts sollen auch die langfristige Betreuung und Optimierung bestehender Anlagen an Bedeutung gewinnen.


Über die PVO GmbH


Die PVO GmbH mit Sitz in Hall in Tirol wurde 2021 gegründet und ist auf die Planung und Umsetzung moderner Energiesysteme spezialisiert. Das Unternehmen hat bisher mehr als 200 Projekte umgesetzt und beschäftigt über zehn Mitarbeitende sowie durchschnittlich rund zwölf Monteure auf den Baustellen. Das Leistungsspektrum umfasst Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und intelligentes Energiemanagement. PVO ist in Österreich und Süddeutschland tätig. Gesellschafter sind die Unterberger Gruppe, IPE und die Ortner Energy Group mit jeweils einem Drittel.



PVO – Energie intelligent vernetzt.

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04. November 2026 | AutorIn: OM/PVO | Foto: Pramstaller/schlossmarketing

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